Designs
Wie man es gut oder schlecht machen kann.
Die Design-Beispiele erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Auch sollen sie keineswegs besagen, dass ein bestimmtes Design bei dem oder dem Hersteller zum ersten Mal erschienen ist. Es sind einfach bestimmte aussagekräftige Bilder und damit Illustrationen verfügbar ...
Alle Zeiger sind unterschiedlich. Die kleinen sind stumpf, der Chrono-Sekundenzeiger ein spitzer Pfeil mit abgerundetem Ende, der Minutenzeiger einach spitz und der Stundenzeiger ein klassicher Pfeil. Die Zeigervielfalt würde überladen und zerfahren wirken, jedoch existiert mit der kühlen und sparsamen Farbgebung ein Gegengewicht. Auch der gleichgerichtete Schliff des Zifferblattes und des Gehäuses straffen das Aussehen der Uhr.

Was ist überhaupt Design und mit wieviel kreativem Inhalt fängt er an? Dass diese Uhr ein Design hat, würde keiner bestreiten.

Sportwagen-Armaturen? Farbenfroh, aber nicht grell.

Dieser Italiener (DI SANNIO) scheint wie eine Karosse geformt zu sein, oder wie ein Auto-Scheinwerfer.

Mit diesen roten Zeigern kann man auch Geschwindigkeit anzeigen.

Die Reflexionen im gesamten Zifferblatt verlaufen stets senkrecht zu den Reflexionen in den Augen (kleinen Zifferblättern) bei diesem ziemlich gut ausgestatteten Herren-Chronograph von DUGENA.

Das Zifferblatt reflektiert orange, also in der Farbe des Armbands. Sonst scheint das Zifferblattt schwarz zu sein.

Das Armband und das Zifferblatt sind gleich gemustert. Ein wenig scheint das Armband durch die Uhr hindurchzugehen.

Das Zifferblatt wirkt farblich nur mit wenigen Uhrenarmbändern so gut. Allerdings hätten viele ein unpassendes Originalband vorgezogen.

Bei dieser Uhr besteht sogar eine Wechselwirkung zwischen den weißen Strichen der Minutenskala und der weißen Uhrenarmbandnaht. Die weißen Striche kontrasstieren mit dem Zifferblattschwarz, und die Naht heißt Kontrastnaht. Die Länge der Striche der Minutenskala ist fast dieselbe wie der einzelnen Nahtstriche! Beabsichtigt war das sicher nicht, aber es zeigt, auf welch einem feinen Niveau man sich designmäßig bewegen kann.

Die Uhr hat weitaus mehr zu bieten als zueinander passende Armband und Zifferblattt. Der Strich auf dem Minutenzeiger korrespondiert mit den Strichen auf der äußeren Skala. Der Kreis auf dem Stundenzeiger korrespondiert mit den Kreisen auf der inneren Skala. Dem Kreis mit der Datumanzeige ist ein fein gezeichneter, aber größerer Kreis gegenübergestellt.

Mall dominiert das Uhrenarmband, mal das Gehäuse.

Die Form der Zeiger könnte zu den Stunden-Zahlen nicht passender gewählt worden sein.

Der Sekundenzeiger erscheint nicht nur als der fragilste, weil er sich immer bewegt und kleine Zeitabschnitte misst, dieser droht auch noch zu zerfallen. Der radiale Schliff des Zifferblatts geht in die Striche der Skalen über.

Die altrömischen Verzierungen passen zu den römischen Zahlen, auch Gold (Prunk) kann man gut mit der gemeinten Antike verbinden.

Geometrie-Unterricht: Kreis, Quadrate, Rechteck und Oval. So nützlich kann Schmuck sein.

Wie mit Bleistift auf Papier gemalt. Das Armband müsste aus Radiergummi bestehen.

Unterschiedlich große Augen bringen Abwechslung in diese relativ große Uhr (Gehäusebreite ohne Krone 42mm). Auch alle Reflexionen sind unterschedlich, weil sie in den Augen ja gefangen sind.

Mehr Rundungen, mehr Glanzpunkte.

Ausgesprochene Reflexionsuhren. Uhr links: Von vorne betrachtet sind die Ziffern (und Zeiger) dunkler als das hellgraue Zifferblatt. Eine kleine Bewegung kehrt das Verhältnis um: Die nun hellgrauen Zeiger sind heller als das nun dunklere Zifferblatt. Uhr rechts: Blickt man auf die Uhr von vorne, ist das Zifferblatt weiß und die Ziffern dunkelgrau. Seitlich betrachtet verringert sich der Kontrast: Das Zifferblatt ist etwas dunkler und die Ziffern heller. Hat man das erst einmal gesehen, ist die Uhr gar nicht so schlicht.

Kann man bei diesem Set von BRUNO BANANI davon ausgehen, dass der Designer Stromsicherungen im Kopf hatte?

Das Kreuz sitzt locker im Herz. Wollte der philosophische Designer beklagen, dass so viele Menschen den lieben Gott vergessen? Sicher nicht. Es handelt sich um eine Serie von Anhängern mit beweglichen Außen- und Innenteilen von AKZENT. Und wenn die Teile so bedeutungsschwanger sind wie Herz und Kreuz, können unbeabsichtigte Deutungen entstehen.

Erinnert dieser zweiteilige Ring nicht an Handschellen? Ein tolles Geschenk für Feministinnen.

Der Sekundenzeiger ist schwarz, damit sein rotes Ende wie selbständig über den Indexen zu schweben scheint. (Der schwarze Teil des Sekundenzeigers ist über dem ebenso schwarzen Zifferblatt meist nicht zu sehen.) Ist gut gemeint, aber die Uhr ist insgesamt wohl zu dunkel geraten.

Diese Uhr ist zu groß (Gehäusebreite 43mm) für die allermeisten Frauen, erfreut sich bei Männern aber wegen des kräftigens Gelbs keiner Beliebtheit. Welche Zielgruppe hat sich der Designer vorgestellt?

Dass die Form der Ohrringe nicht leicht zu erfassen ist, liegt nicht am Foto bzw. deren Position auf dem Foto. Ist die Irregularität der Form noch originell oder schon übertrieben?

Dieser Anhänger von FOSSIL ist nicht ganz Kreuz und nicht ganz Stab. Die Idee ist an sich nicht schlecht, aber die Umsetzung zu spartanisch. Edelstahl und dann auch noch zu einfach.

Bei Newcomern auf dem Markt oder in den unteren Preislagen des breitgefächerten Sortiments kann es erforderlich sein, aus Wenig ein Optimum rauszuholen.
Bei diesem verschlankten AKZENT-Anhänger entstehen zwei Kreuze, es wird auch noch Rohstoff gespart. Die optische Täuschung, das Kreuz wäre an den Enden breiter, ist willkommen.

Hier hat man wohl gedacht, dass die Beliebtheit des Anhängers drastisch erhöht wird, wenn man nur die zwei weit verbreiteten Formen wie Herz und Kreuz vereint. Das Kreuz ist ins Herz eingefasst, und ein Kreuzteil ins andere.

Auf den ersten Blick zu schlicht. Auf den zweiten Blick erkennt man, dass der eckige Kreuzbalken gebürstet und der runde poliert ist.

Kaum zu glauben, dass der Anhänger nur 2,9cm lang ist. Der Querbalken ist breiter, aufgesetzt, und es entsteht eine Klobigkeit, die mit der geringen Größe gut kontrastiert. Die Perspektive trägt der Idee Rechnung.
Der Effekt wird mit minimalen Aufwand umgesetzt, da keine komlexen Verarbeitungsschritte notwendig sind.

Wenn man sich mit den Farben zurückhält, kann man mit wenigen Strichen gezielte feine Akzente setzen, wie bei dieser Uhr von C. MELCHERS.

(Bitte beachten Sie die Urheberrechtschaft des Autos an Bildern/Grafiken/Fotos/Text. Zuletzt aktualisiert am 25.12.06)